Getreidemühle gesucht?

Vielleicht steht bei dir längst eine Getreidemühle in der Küche — dann darfst du diesen Beitrag heute gerne an eine Freundin oder Bekannte weiterleiten, die gerade mitten in der Suche steckt. Und falls du selbst noch am Überlegen bist: Genau für dich habe ich diese Zeilen geschrieben.

Wenn du aus Überzeugung auf die Vollwertkost umsteigen möchtest, wirst du früher oder später nicht an einer Getreidemühle vorbeikommen. Ich möchte hier keine Empfehlung für eine bestimmte Marke geben. Aber ich weiß auch: Wenn du heute online gehst, wirst du dich von der Qual der Wahl wahrscheinlich überfordert fühlen.

Deshalb lass mich dich kurz daran erinnern, worauf es eigentlich ankommt. Das Entscheidende ist, dass das Getreide frisch gemahlen wird — unmittelbar vor jedem Backen. Und dabei ist es in erster Linie unwesentlich, welche Mühle es ist und ob sie mit einem Stahlmahlwerk oder mit Mahlsteinen ausgestattet ist. Beruhigend zu wissen ist, finde ich, dass die neuen Getreidemühlen heute alle gut sind. Und in der Regel bietet ein Hersteller sogar 10 Jahre Garantie an. Mir haben aber auch schon Frauen geschrieben, dass ihre Mühlen bereits seit 30 Jahren im Einsatz sind. Das ist doch mal eine Leistung!

Kombi-Getreidemühle oder zwei separate Geräte?

Es gibt Getreidemühlen, die eine Haferflockenquetsche integriert haben. Das ist praktisch: So kann nicht nur das Mehl gemahlen werden, auch fürs Flocken braucht es keine Anstrengung im Arm und kein Kurbeln — man drückt nur auf ein Knöpfchen, und schon kommen die Körner frisch geflockt heraus. Bei großen Familienportionen oder für ältere Menschen ist das sicher eine Arbeitserleichterung.

Hinweis: Zum Flocken wird ja in der Regel Hafer beziehungsweise werden Nackthaferkörner genommen. Die sind bekannt für einen sehr hohen Fettanteil, und durch das Flocken bleiben Rückstände an den Walzen kleben — so dass nach ein paar Monaten eine kleine Schicht entstanden sein könnte. Das kann man aber bei einem Kombigerät nicht mit bloßem Auge sehen. Und wer weiß, ob das nicht langsam anfangen würde zu schimmeln …

Meine Entscheidung: zwei separate Geräte

Ich persönlich habe mich damals für zwei separate Geräte entschieden. Zum einen war mir am Anfang nicht bewusst, dass ich eine Flockenquetsche sofort brauchen würde. Mit der Mühle kann ich sowohl mahlen als auch schroten, somit wäre die Zubereitung des morgendlichen Frischkorngerichts ja erst einmal gesichert. Aber mein Hauptanliegen war ja zunächst, mein Getreide frisch mahlen zu können.

Fast ein Jahr später gönnte ich mir dann eine Quetsche. Ich fand den Gedanken schön, ein separates Gerät zu kaufen, denn dieses könnte ich jederzeit mit auf Reisen nehmen, zum Beispiel zum Campen. Und zweitens: Falls einer meiner Söhne zum Studium weiter wegziehen würde, wäre dies das wichtigste Gerät, das ich ihm sofort mitgeben würde. So meine Hintergedanken beim Kauf …

Es muss nicht immer ein neues Gerät sein

Denn es muss nicht unbedingt ein nagelneues Gerät ins Haus kommen. Meine beiden Schwestern und meine Mutter haben sich vor einigen Jahren online jede eine gebrauchte Getreidemühle und auch eine gebrauchte Flockenquetsche gekauft. Bis heute sind alle Geräte in Gebrauch. Lass also deinen Geldbeutel ruhig ein Wörtchen mitreden.

Achte beim Kauf einer Mühle darauf, ob sie für deinen Haushalt groß genug ist und ob sie größere Mengen Mehl in kurzer Zeit mahlen kann. Also kurz gesagt: ob sie einen leistungsstarken Motor hat (360 Watt sind für deine Familie vollkommen ausreichend!). Denk daran: Die teuersten Mühlen müssen nicht die besten sein.

⚠️ Lies den folgenden Abschnitt nur, wenn du noch keine Geräte gekauft hast …

Als dann schließlich nach und nach auch alle meine Freundinnen anfingen, sich eine Getreidemühle anzuschaffen, und sich für ein Kombigerät entschieden, wurde ich unsicher und liebäugelte auch mit ihren neuen, praktischen 2-in-1-Geräten … Sollten meine zwei Geräte doch zu unpraktisch sein? So ein Kombigerät sieht schon schön aus. Doch meine Unsicherheit verflog schnell, als ich bei einem Gespräch mit der Vollkornbäckerin Ute Olk zufällig auch auf genau diese Frage zu sprechen kam: Kombigerät oder nicht? Danach war ich rückwirkend doch froh, mich am Anfang für zwei separate Geräte entschieden zu haben. Von ihr lernte ich nämlich, dass die Walzen bei einem geschlossenen Gerät nicht so einfach zu säubern sind. Um sie gründlich putzen zu können, müsste man das ganze Gerät auseinanderschrauben … Aber mehr zur Flockenquetsche erzähle ich dir beim nächsten Mal - im Freitags-Newsletter. 

Und wenn du dir jetzt (so wie ich damals) eine ganz persönliche, klare Empfehlung wünschst, dann habe ich dir meine eigene Geschichte dazu aufgeschrieben: warum es am Ende ausgerechnet meine Mühle wurde und was ich beim Kauf gar nicht wusste, mich heute aber umso mehr freut. Hier liest du mehr dazu: Link zum Blogbeitrag

Herzlichst, deine Vollwertkost-Freundin Irina

 

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