Flockenquetsche

Flockenquetsche

Warum ich seit über 10 Jahren dieselbe Flockenquetsche nutze

Vor über zehn Jahren habe ich mir meine erste Flockenquetsche gekauft. Damals ohne große Vergleichstests – eher aus dem Bauch heraus. Heute, viele Jahre später, weiß ich: Diese Entscheidung hat unseren Alltag mehr geprägt, als ich es damals gedacht hätte.

Ich werde oft gefragt, welche Flockenquetsche ich empfehle. Und ich sage bewusst nicht: Diese ist die beste. Denn eines habe ich über die Jahre gelernt: Es gibt nicht die eine richtige Quetsche. Viel entscheidender als das Gerät ist das Korn, das du darin flockst.

Trotzdem möchte ich hier teilen, warum ich mich persönlich für eine manuelle Flockenquetsche von Eschenfelder entschieden habe – nicht als Kaufaufforderung, sondern als ehrlichen Erfahrungsbericht aus unserem Familienalltag.

Feine, weiche Flocken – und warum das für uns einen Unterschied macht

Die Flocken aus meiner Quetsche kommen fein und weich heraus. Und genau das mögen meine Mann und unsere drei Söhne zu Hause am liebsten. Dass es bei frisch gequetschten Flocken geschmackliche Unterschiede geben kann, war mir beim Kauf ehrlich gesagt gar nicht bewusst.

Erst durch Zufall sind wir darauf aufmerksam geworden. Ich hatte einer Freundin meinen eigenen Nackthafer mitgegeben und sie gebeten, mir daraus eine größere Menge Flocken zu quetschen – sie nutzte dafür ihre elektrische Flockenquetsche. Als ich die Flocken später probierte, war ich überrascht: Obwohl es exakt dasselbe Getreide war, schmeckten die Flocken deutlich anders als bei uns zu Hause. Sie waren spürbar fester und kompakter. Der einzige Unterschied lag also nicht im Korn, sondern in der Art, wie es geflockt wurde.

Das ist natürlich reine Geschmackssache. Manche mögen genau das. Bei uns war es jedoch so, dass sich alle sofort einig waren: Die weicheren Flocken fühlen sich einfach angenehmer an.

Mein persönliches Fazit aus der Praxis:
Aus elektrischen Quetschen kommen die Flocken oft kompakter und fester heraus, aus manuellen eher feiner und weicher.

Warum meine Müsliriegel mit diesen Flocken immer gelingen

Eine weitere Erfahrung kam erst später. Mein Müsliriegel-Rezept habe ich ursprünglich mit den Flocken aus meiner manuellen Quetsche entwickelt – und die Riegel wurden jedes Mal richtig gut.

Heute weiß ich auch warum:
Die feinen, weichen Flocken lassen sich beim Zusammendrücken der Masse (mit nassen Händen, wie im Rezept beschrieben) gut miteinander verbinden. Dadurch bleibt die Masse nach dem Backen stabil und lässt sich nach dem Abkühlen sauber in Riegel schneiden.

Ein wichtiger Hinweis aus der Praxis:
Mit den festeren Flocken aus elektrischen Quetschen funktioniert das so nicht. Die Masse verbindet sich nicht ausreichend, und nach dem Backen zerbröselt alles. Am Ende hat man ein leckeres Granola – aber keine kompakten Müsliriegel. 

Reinigung – ein Punkt, der im Alltag oft unterschätzt wird

Hafer ist von Natur aus sehr fetthaltig. Mit der Zeit lagern sich daher Rückstände an den Quetschrollen aus Edelstahl ab. Bei einer manuellen Flockenquetsche ist das jedoch kein Problem. Einfach etwas gewöhnlichen Reis in den Trichter geben und mehrmals durchquetschen – die Rollen werden sichtbar sauber. Ganz ohne Zerlegen, ganz ohne Aufwand. Man sieht sofort, ob alles sauber ist.

Natürlich kann man auch bei elektrischen Quetschen Reis oder Reismehl durchlaufen lassen. Der Unterschied liegt für mich jedoch in einem ganz entscheidenden Punkt:
Man kann die Rollen nicht sehen. Man weiß also nicht, ob sie wirklich sauber sind – oder ob sich Fett- und Getreidereste weiterhin ablagern.

Bei elektrischen Quetschen sind die Walzen meist verbaut und nur schwer zugänglich. Um sie zu kontrollieren oder gründlich zu reinigen, muss das Gerät – wenn überhaupt möglich – erst auseinandergebaut werden. Für mich war das im Alltag ein klarer Unterschied.

Auch unterwegs nicht verzichten müssen

Ein weiterer entscheidender Punkt war für mich das Reisen.
Wir lieben lange Sommerreisen, besonders durch Skandinavien. Ich wollte meine Flockenquetsche einfach einpacken können – ohne Strom, ohne Technik, ohne Zusatzgeräte.

Die manuelle Quetsche passt problemlos ins Wohnmobil und auch in jede Ferienwohnung. Eine große Getreidemühle dagegen nicht. Das war übrigens auch einer der Gründe, warum ich mich nie für ein Kombigerät entschieden habe.

Mein Fazit

Ich möchte hier ganz bewusst keine Werbung für eine bestimmte Marke machen. Es gibt viele gute Flockenquetschen. Entscheidend ist nicht das Gerät – sondern dass du verstehst, warum frisch flocken einen Unterschied macht.

Wenn dich meine persönlichen Gedanken und Erfahrungen weitergebracht haben und du dich für genau diese Quetsche interessierst, kannst du gerne meinen Affiliate-Link nutzen. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten, und ich erhalte eine kleine Provision.

Vor allem aber wünsche ich mir, dass dieser Text dir Mut macht: Du musst nicht perfekt starten. Du darfst einfach anfangen.

Herzlichst, Irina 

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3 Kommentare

Das stimmt so nicht ganz. Ich habe von KoMo den FlocMan und da kann man die Einstellungen zwischen grob und fein wählen. Mit der Einstellung fein klappen Müsliriegel top.

Tina

Liebe Irina,
hat die Eschenfelder Quetsche einen Zahnradantrieb?
Gruß, Dagmar

Dagmar

Liebe Irina, das Problem mit den manuellen Quetschen ist nur leider, daß man sie fast immer am Tisch festschrauben muss und sie leider nicht an eine normale Küchenarbeitsplatte passen.. ich werde emur deine mal ansehen. Ansonsten habe ich aber auf jeden Fall ei. Argument für die von mir favorisierte Quetsche bekommen.. bei der kann man nämlich kernige und feine Flocken machen. Das mit dem Müsliriegel ist wirklich gut zu wissen. Danke!

Katja

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